Früh startet so mancher Tag im Wahlkampf für Oswin Veith. Bereits um sechs Uhr morgens besuchte der Wetterauer Bundestagsabgeordnete kürzlich den Stammsitz des familiengeführten Betriebes von Günter Mack am Aldi-Kreisel in Butzbach, der 1999 entstand.

1959 gründete sein Vater in Nieder-Weisel die erste Familienbäckerei. Sohn Günter erlernte 1986 das Bäcker- und Konditorhandwerk und gründete noch im selben Jahr die Bäckerei Mack. Aus Platzgründen zog man 2009 von Nieder-Weisel nach Butzbach um. Neben dem gut besuchten Café bietet der Unternehmer eine besondere und in der Wetterau einmalige Serviceleistung den „Mack-Drive“-Autoschalter an.

Hier im Herz der Bäckerei werden alle Produkte hergestellt und jeden Morgen an die 11 Filialen verteilt. Insgesamt beschäftigt der Ausbildungsbetrieb 170 Mitarbeiter und ist damit einer der größten Arbeitgeber in der Region. Aber nicht nur die Herstellung der Produkte erfolgt in Butzbach, hier werden auch neue Ideen ausprobiert. So hat Mack für den EC Bad Nauheim ein Sportaktivbrot entwickelt, das einen speziellen Kohlehydrat- und Eiweißanteil enthält und sich als Sportlernahrung bestens eignet. Macks Firmenphilosophie lautet, immer neue und besondere Produkte anzubieten, um seinen Kunden seine Leidenschaft zum Backen näher zu bringen.

Neben der Vielfalt an Brot, Brötchen und Kuchen bietet der Bäcker Mack auch eine große Auswahl an Torten und Snacks. Am meisten nachgefragt werden die Hessen-Weck, so der Bäckermeister.

Günter Mack führte seinen Besucher durch den Betrieb, wies ihn auf die großen Öfen, die überdimensionalen Teigrührgeräte und Schneebesen hin und zeigte ihm die Lagerräume und Kühlhäuser, wo die Rohstoffe für die Herstellung lagern. Doch bevor man sich zu einem gemeinsamen Arbeitsfrühstück niederließ, musste Oswin Veith zum Brotbacken in die Lehre gehen. Aus einem vorbereiteten Sauerteig knetete er mit viel Mehl an den Händen 900 gr. schwere Teigstücke und formte sie zu Brotleiben auf dem Backtisch, setzte sie auf große Backbleche, die er dann in den 210 Grad heißen Ofen schieben musste.. „Gar nicht so einfach“, stellte er fest. "Ich habe jetzt noch mehr Respekt" , fasste er zusammen.

Während des anschließenden Frühstücks mit Günter Mack und Sohn Christian, der ebenfalls das Bäckereihandwerk erlernt hat und ihn in der Führung des mittelständischen Unternehmens ebenso wie Frau und Tochter unterstützt, wurden neben Themen wie Ausbildungssituation, Besetzung der Stellen mit Fachkräften, auch Probleme wie Bürokratie, Steuern und Umweltauflagen angesprochen. Veith interessierte sich vor allem dafür, was die Rahmenbedingungen für eine Bäckerei ausmachen, wo Hindernisse bestehen und welche Wünsche der Bäcker- und Konditormeister Günter Mack an die Politik hat.

Günter Mack und sein Sohn begeisterten Veith mit ihren Ideen und stellten ihr Konzept überzeugend da. „Wir müssen immer in Bewegung bleiben, um den hohen Qualitätsanspruch unserer Kunden durch Tradition und Fortschritt zu erfüllen.“

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