Am 17. Juni jährt sich zum 66. Mal der Volksaufstand in der ehemaligen DDR, der vom SED-Regime mit Hilfe der Sowjetarmee blutig niedergeschlagen wurde. Damals fanden mehr als 50 Menschen den Tod, viele wurden verletzt, Tausende inhaftiert.

„Dieser Tag und seine Bedeutung für die Geschichte unseres Landes, darf nicht in Vergessenheit geraten. Er ist nicht nur ein Symbol für den Freiheitswillen der Bevölkerung in der ehemaligen DDR, sondern auch untrennbar mit der dortigen Entwicklung in den Jahren 1989 und 1990 und der friedlichen Revolution verbunden, die zur Wiedervereinigung unseres Landes führte“, so der Wetterauer Bundestagsabgeordnete Oswin Veith (CDU).

Im Juni 1953 schien die DDR, nur vier Jahre nach ihrer Gründung, bereits am Ende zu sein. Die knappe Lebensmittelversorgung und die Erhöhung der Arbeitsnormen ohne Lohnausgleich führten zu großer Unzufriedenheit unter der Bevölkerung. Ein Streik der Bauarbeiter in Ost-Berlin weitete sich in kurzer Zeit zu einem Generalstreik und schließlich zu einem Volksaufstand aus. Die Demonstranten forderten den Sturz der Regierung sowie die Abhaltung freier Wahlen und damit das Ende des SED-Regimes. Nach der gewaltsamen Niederschlagung des Aufstandes baute das SED-Regime in den Folgejahren aus Angst vor Machtverlust seinen Repressivapparat immer weiter aus und entwickelte sich zu einem Überwachungs- und Unrechtsstaat. Der Wunsch nach Freiheit habe jedoch nicht unterdrückt werden können, so Veith.

Der 17. Juni sei ein Tag des Gedenkens an die die Hundertausenden, die 1953 vergeblich für ein freies und selbstbestimmtes Leben in der DDR protestierten und an die vielen Opfer des SED-Regimes in den Jahren bis zur Wiedervereinigung, aber auch an das Glück, dass dieses unsäglich traurige Kapitel der deutschen Geschichte heute Gott sei Dank der Vergangenheit angehöre.

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