Der Wetterauer Bundestagsabgeordnete Oswin Veith (CDU) hat sich beim Thema Organspende festgelegt und ist gegen die sogenannte Widerspruchslösung

„Das Ziel ist klar: Wir müssen die Bereitschaft zur Organspende nachhaltig erhöhen. Jede Bürgerin, jeder Bürger sollte sich mindestens einmal ernsthaft mit dem Thema befassen und dann für sich selbst entscheiden, ob die Bereitschaft zur Spende besteht und falls ja unter welchen Bedingungen. Das sind wir den Menschen schuldig, die dringend auf Spenderorgane angewiesen sind“, so Oswin Veith.
Der Wetterauer Bundestagsabgeordnete unterstützt deshalb einen interfraktionellen Gesetzentwurf zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende. Dieser sieht vor, die stets widerrufbare Entscheidung klar zu registrieren, verbindliche Information und bessere Aufklärung zu gewährleisten und die regelmäßige Auseinandersetzung mit der Thematik zu fördern.
Einen anderen interfraktionellen Gesetzentwurf zur sogenannten Widerspruchslösung lehnt Oswin Veith hingegen ab. Dieser sieht einen Paradigmenwechsel vor, indem jede Person grundsätzlich Organspender ist, sofern sie oder er nicht widerspricht. „Aus dem freiwilligen Akt der Spende, also einer bewussten Entscheidung dafür, wird dann eine Pflicht, die tief in die Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen eingreift. Das halte ich für falsch. Nicht „Nein“ zu sagen, bedeutet nicht, dass man „Ja“ sagt. Wir müssen hier fein differenzieren, auch um diesen Automatismus in anderen Rechtsgebieten gar nicht erst einkehren zu lassen“, ist Oswin Veith überzeugt.
Am Donnerstag werden die Bundestagsabgeordneten entscheiden, ob künftig eine Widerspruchs- oder weiterhin eine Zustimmungslösung gelten soll. Bei dieser tiefgreifenden Gewissensfrage wurde der sogenannte Fraktionszwang ausgesetzt. Der Ausgang der Abstimmung ist offen, da beide Gesetzentwürfe in etwa 200 Unterstützer unter den Bundestagsabgeordneten finden und für eine Mehrheit 355 Stimmen notwendig sind.

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