Holger Hachenburger, Werkleiter des Quarzsandwerks Gambach, empfing kürzlich den Wetterauer Bundestagsabgeordneten Oswin Veith und seine Begleiter von der örtlichen CDU zu einem Informationsgespräch mit Werksführung.

Das Quarzsandwerk Gambach gehört zur Quarzwerke Gruppe, einem mittelständischen Familienunternehmen mit Hauptsitz in Frechen und zahlreichen Standorten in Deutschland und Mitteleuropa. Die reinen Quarzsande, die in Münzenberg-Gambach unter und über dem Grundwasserspiegel abgebaut und aufbereitet werden, verarbeitet man unter anderem auch zu sogenannten Croningsanden für die Gießereiindustrie.

„Aufgrund der guten Marktposition konnte die Mitarbeiteranzahl in den letzten Jahren, trotz Automatisierungen, bei 21 Mitarbeiter gehalten werden“, berichtete Hachenburger.

Es seien genügend Rohstoffe vorhanden, so dass man weiter abbauen könne. Die Betriebsgenehmigung gelte bis zum Jahr 2085. Dennoch bestehe keine Planungssicherheit, da Änderungen aufgrund von Umweltanforderungen jederzeit möglich seien, Die obere Naturschutzbehörde habe die Erweiterung des Tagebaus jedoch ausdrücklich begrüßt, denn durch den aktiven Tagebau würden Lebensräume für eine Tier- und Vogelwelt geschaffen, die sonst nirgendwo zu finden seien und die einen großen Beitrag zur Biodiversität und Nachhaltigkeit leisteten.

„Obwohl der Tagebau durchaus eine Bereicherung sein kann, hegen viele Leute Bedenken gegenüber dem Bergbau, der einen erheblichen Eingriff in die Landschaft bedeute. Dennoch müssen Entscheidungen über den Abbau von Mineralien unter Berücksichtigung der Güterbewertung getroffen werden. Der Standort muss weiter wertschöpfen können“, sagte Veith.

Bildunterschrift (von links/rechts):
Oswin Veith MdB, Lothar Düringer (Ortsvorsteher von Ober-Hörgern), Hans-Jürgen Zeiß (ehemaliger Bürgermeister von Münzenberg) und Gernot Heck (langjähriger Erster Stadtrat von Münzenberg)

Bild: Büro Oswin Veith, MdB

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