Oswin Veith besucht Spieleverlag Pegasus Spiele in Friedberg

Auch im digitalen Zeitalter der Computerspiele sind Gesellschaftsspiele keineswegs out, sondern erfreuen sich sogar wachsender Beliebtheit. Und noch nie gab es eine solche Vielfalt an Brett-Karten-, Rollen-, Strategie- und Abenteuerspielen für Kinder und Erwachsene. Davon konnte sich der Wetterauer Bundestagsabgeordnete Oswin Veith bei einem Informationsbesuch im Pegasus-Spieleverlag in Friedberg überzeugen.

Im Gespräch mit Andreas Finkernagel, einem der beiden Inhaber des Verlags, erfuhr Veith, dass allein Pegasus Spiele jährlich etwa 150 neue Spiele und Bücher auf den Markt bringt und insgesamt über 8.000 Artikel in seinem Sortiment hat. Darunter sind sowohl Spiele von namhaften Spieleverlagen aus dem In- und Ausland als auch eigene Spiele, die über bekannte Handelspartner und den Webshop des Unternehmens vertrieben werden. Bei der Entwicklung eigener Spiele, von denen es mittlerweile rund 400 gibt, arbeiten die Spieleredakteure des Verlags eng mit verschiedenen Spieleautoren zusammen.

Die Erfolgsgeschichte von Pegasus Spiele begann vor 25 Jahren. Oswin Veith zeigte sich beeindruckt, dass Karsten Esser und Andreas Finkernagel im Alter von 19 und 21 Jahren das Wagnis eingingen, ohne große finanzielle Unterstützung in einem kleinen Laden in der Friedberger Innenstadt einen Spieleverlag zu gründen, und es schafften, ihr Unternehmen kontinuierlich zu einem der größten Spieleverlage in Deutschland auszubauen. Dabei sind sie der Stadt Friedberg, der sie sogar ein eigenes Spiel gewidmet haben, treu geblieben. Heute befindet sich der Firmensitz in einem modernen Bürogebäude mit angeschlossener Lagerhalle im Industriegebiet Süd. Dort beschäftigt der Verlag mehr als 30 festangestellte Mitarbeiter sowie zahlreiche Aushilfskräfte, meist Studenten, die sich um den Versand der Spiele kümmern. Esser und Finkernagel, die ihr Hobby Gesellschaftsspiele zum Beruf gemacht haben, teilen ihre Begeisterung mit einer wachsenden Spieler-Community, zu der zahlreiche Spiele-Clubs gehören, und organisieren regelmäßig Spiele-Events in Friedberg und Bad Nauheim.

Ein Gesprächsthema war auch die heutige Bedeutung von Gesellschaftsspielen. „In unserer schnelllebigen Zeit wächst der Wunsch nach Entschleunigung und gemeinsamen Erlebnissen. Gesellschaftsspiele erfüllen hier eine wichtige Funktion und verbinden Generationen“, sagte Finkernagel. Dem konnte Veith nur beipflichten und ergänzte: „Sich in der Familie oder im Freundeskreis Zeit zum Spielen zu nehmen, ist vor allem auch für Kinder wichtig. Im Spiel werden soziale Kompetenzen, Konfliktbewältigung und Aufmerksamkeit trainiert. Das ist von unschätzbarem Wert.“

In diesem Zusammenhang äußerte Finkernagel den Wunsch nach einem stärkeren Engagement des Bundes für die Förderung des Gesellschaftsspiels. Außerdem sprach er die bestehenden Wettbewerbsnachteile des stationären Spieleeinzelhandels gegenüber Online-Unternehmen an, die ihre Kunden zum Beispiel auch am Wochenende bedienen könnten. Veith sagte zu, dass er beide Themen mit nach Berlin nehmen werde.
„Bei meinen zahlreichen Firmenbesuchen stelle ich immer wieder fest, dass insbesondere inhabergeführte mittelständische Unternehmen, zu denen auch der Pegasus-Spieleverlag gehört, besonders innovativ, flexibel und mitarbeiterfreundlich sind. Auch deshalb ist es mir wichtig, mich in Berlin für die Belange des Mittelstands einzusetzen, der das Rückgrat unserer Wirtschaft bildet“, betonte Veith.

Bildunterschrift:
Andreas Finkernagel, einer der beiden Inhaber von Pegasus Spiele, erklärt dem Wetterauer Bundestagsabgeordneten Oswin Veith die Spielregeln des Brettspiels AZUL, das als „Spiel des Jahres 2018“ ausgezeichnet wurde.

Bild: Büro Oswin Veith, MdB

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