Bundestagsabgeordneter Oswin Veith besucht PPP-Austauschschüler aus den USA bei seiner Gastfamilie in Nidda-Ulfa

Jadyn McDaniel hat noch nie so einen warmen Winter erlebt wie in der Wetterau, denn in seiner Heimatstadt Fairbanks im US-Bundesstaat Alaska am Rande des Polarkreises herrschen in dieser Jahreszeit durchschnittlich minus 20 Grad. Aber im Sommer könne es dort tagsüber auch sehr heiß werden, berichtete er dem Wetterauer Bundestagsabgeordneten Oswin Veith, der für den 17-jährigen Austauschschüler im Rahmen des parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses die Patenschaft übernommen hat. Veith freute sich sehr, sein „Patenkind“ und dessen Gastfamilie, der er für ihre Gastfreundschaft herzlich dankte, persönlich kennenzulernen und über ihre Erfahrungen mit dem Austauschprogramm zu sprechen.

Der junge Amerikaner besucht während seines einjährigen Aufenthalts in Deutschland die 11. Gymnasialklasse an der Gesamtschule Hungen, wo auch sein zwölfjähriger Gastbruder James Schüler ist. Obwohl er in den USA keinen Deutsch-Unterricht hatte, kann er sich schon gut in unserer Sprache verständigen. In der Schule habe er viele neue Freunde gefunden, sagte Jadyn. Einige wollten ihn sogar nach seiner Rückkehr in die Staaten in Alaska besuchen. Sehr gefallen habe ihm das Schülerpraktikum in der Küche eines Restaurants in Hungen, da er gerne kochen lernen wolle. Besonders gut schmeckten ihm Butterplätzchen, Döner, Mettbrötchen und Apfelschorle, alles Dinge, die es in den USA leider nicht gebe. Auf die Frage, worin sich die Mentalität von Deutschen und Amerikaner besonders unterscheide, meinte er, dass man in den USA viel freier seine politische Meinung äußern könne.

Sein Großvater sei als Soldat auf dem ehemaligen US-Militärstützpunkt in Fulda stationiert gewesen und habe ihm viel und begeistert von Deutschland erzählt. Das habe ihn neugierig gemacht und motiviert, sich für das Austauschjahr zu bewerben. Jetzt freue er sich auf den Klassenausflug zur Gedenkstätte „Point Alpha“, einem US-Beobachtungsstützpunkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Fulda, den die Schule im Mai organisiert hat. In den letzten Monaten hatte er schon viele Gelegenheiten, auch bei Ausflügen mit seiner Gastfamilie, unsere Region und Deutschland kennenzulernen.

Bei dem Besuch war zu spüren, dass Jadyn und seine Gastfamilie ein herzliches Verhältnis zueinander haben. Die Familie pflegt auch den Kontakt zu den Eltern ihres Gastsohnes und mit der PPP-Austauschorganisation GIVE, über deren Betreuung sie sich sehr positiv äußerte.

Veith: „Der Congress Bundestag Youth Exchange (CBYX), wie das Programm in den USA heißt, ist seit 1983 eine Erfolgsgeschichte. Die Jugendlichen, die daran teilnehmen, tragen als kulturelle Botschafter ihres jeweiligen Landes zu einer Vertiefung der deutsch-amerikanischen Freundschaft bei. Ich freue mich deshalb jedes Mal, wenn eine Schülerin oder einen Schüler aus den USA in die Wetterau kommt und umgekehrt aus meinem Wahlkreis in die USA gehen kann.“

Bildunterschrift 1
Wetterauer Bundestagsabgeordneter trifft amerikanischen Austauschschüler und seine Gastfamilie in Nidda-Ulfa. Von links: Jadyn McDaniel, Marit und Michael Wappler mit ihrem Sohn James und MdB Oswin Veith.

Bildunterschrift 2
Wetterauer Bundestagsabgeordneter trifft amerikanischen Austauschschüler und seine Gastfamilie in Nidda-Ulfa. Von links: James Wappler, Jadyn McDaniel, MdB Oswin Veith, Marit und Michael Wappler.

Bilder: Büro Oswin Veith, MdB

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